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02.12.2021
Soziale Netzwerke
Elisa Schlechte

Social Commerce: Was wollen die Konsumenten?

Social Media ist schon lange kein reiner Marketingkanal mehr. Influencer und Unternehmen nutzen ihn zunehmend auch für den Verkauf ihrer Produkte und Dienstleistungen - Sie betreiben Social Commerce. Egal ob über einen Link in der Youtube-Beschreibung, eine markierte Verlinkung auf dem Instagram-Bild oder die direkte Kauffunktion bei Facebook. An vielen Stellen ist uns diese Funktion bereits über den Weg gelaufen. Häufig völlig unbewusst, beim Videos schauen oder der Produktrecherche. Und genau darin liegt der Vorteil, wir nehmen diese Formate nicht als lästige Werbung wahr.

Social Commerce ist nur die Verlinkung unter Beiträgen?
Nein – da gehört noch viel mehr dazu

Weit gefasst zählt zu Social Commerce jegliche Bewerbungen und den direkten Verkauf von Produkten über Social Media Plattformen. Dazu zählen:

  • direktes Bezahlen und Kaufen über Postings
  • Verkauf über Swipe-Up URLs oder Links in Profilen/Bio durch Influencer oder Unternehmen
  • Plugins auf Webseiten und Buttons, die direkt zum Onlineshop weiterleiten
  • Liveshopping

Betrachtet man die Nutzung der Social Media Kanäle, so fällt auf, dass sich die Menge an Unternehmen und Verbrauchern je nach Kanal stark unterscheiden. So sind bspw. auf Twitter und Facebook mehr Unternehmen vertreten als potenzielle Kunden. Genau andersherum ist es bei TikTok und Youtube. Einzig Instagram und Facebook halten sich annähernd in Waage. Hier ist also noch viel Potenzial da. Anhand der Zielkunden und ihrer Produkte können Unternehmen den passenden Kanal für sich finden. Je nach Produktgruppe kann diese Form der Bewerbung mehr oder weniger erfolgreich sein. Momentan sind die Top 3  Onlineshops, die auf Instagram vertreten sind in den Produktkategorien Fashion, Lebensmittel & Drogerie sowie Möbel & Haushalt angesiedelt.

Nutzen das Kunden überhaupt? Kaufen sie wirklich über Social Media ein?  

Ein Blick auf die Zahlen zeigt – ja. Es wird bereits genutzt und der Trend ist steigend. Die direkten Einkäufe durch Social Media Ads und Influencer Produktposts sind von 2019 auf 2020 um 10% und 3% gestiegen. Bis jetzt haben bereits 25,9% schon einmal direkt aus einem Posting heraus etwas gekauft. 25,3% haben es noch nicht gemacht, aber haben durchaus Interesse. Das diese Art der Bewerbung weiterhin im Kommen ist, zeigt auch, dass die sozialen Plattformen ihre Funktionen dahingegen immer weiter ausbauen. Youtube beispielsweise hat gerade eine Testphase ihrer integrierten Shopping-Lösung laufen. Nutzer sollen damit direkt Käufe tätigen können, ohne die Videoplattform zu verlassen.

Wie wird Social Commerce für Unternehmen zum Erfolg?

Umso genauer das Produkt vorgestellt wird, umso wahrscheinlicher ist es, dass am Ende ein Kauf stattfindet. Für viele Onlinehändler sind Retouren und Kaufabbrüche in großes Problem. Grund dafür ist häufig, dass Erwartungen und Realität eines Produktes auseinandergehen. Führt man jedoch das Produkt vor, zeigt, was es kann, wie es aussieht, wie es sich anfühlt, dann kann der Kunde eher einschätzen, ob das Produkt das ist, wonach er sucht. Durch die Verlinkung findet man zudem direkt das richtige Produkt, ohne lange im Onlineshop suchen zu müssen. Übernimmt diese Vorstellung ein Influencer, so kann der Effekt noch verstärkt werden. Kunden vertrauen der (überwiegend) objektiven Meinung des Influencers. Das Vorurteil, dass ein Unternehmen bewusst sein Produkt ins optimale Licht rückt, gibt es hier nicht. Obwohl man die Person nicht persönlich kennt, vertraut man ihrer Meinung, ähnlich wie von einem Bekannten.
Ein weiteres Format ist Liveshopping. Während Corona und geschlossener Läden haben Händler ihre Produkte zunehmend in einem Livestream vorgestellt. Das besondere im Vergleich zu Teleshopping ist, dass die Zuschauer mit dem Unternehmen in Interaktion treten können. Das fördert noch einmal die Bindung zum Kunden und gibt ihm die Möglichkeit, seine Fragen direkt zu stellen – ähnlich, wie er es im Laden machen würde. Besonders Fashion- und Beautymarken nutzen dieses Format. Dabei wird häufig nicht die soziale Plattform zum Stream genutzt, sondern das Event in ihrem Onlineshop eingebunden. Grund dafür ist häufig, dass die Streamingqualität auf der eigenen Website höher ist. Nachteil ist, dass man die Zuschauer erst auf den Onlineshop locken muss. Eine gute Vermarktung ist hier das A und O.

Die vielen Beispiele zeigen - Social Commerce ist sehr vielfältig und wird immer wichtiger. Jedes zweite Unternehmen nutzt noch nicht die Potenziale der sozialen Medien. Sie sollten diesen Kanal nicht mehr nur zu Webezwecken nutzen, sondern auch als Absatzkanal einsetzen. Die Möglichkeiten sind groß!



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